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Umwelt-Staatssekretär Pronold wird nicht Direktor der Bauakademie in Berlin

Bund

Die Ernennung von Florian Pronold (SPD) zum Direktor der Bundesstiftung Bauakademie durch den Stiftungsrat hatte zu vehementen Protesten von hunderten Architekten und Experten aus der Museumsbranche geführt. In einem offenen Brief forderten sie im Herbst 2019 die Neubesetzung des Postens, da Pronold keine einzige der in der Stellenausschreibung genannten Anforderungen erfülle und ihm damit die Qualifizierung fehle.

Zwei Mitbewerber hatten gegen die Besetzung geklagt, wobei das Berliner Arbeitsgericht in einem Fall das Auswahlverfahren aufgehalten hat. Trotz dieser Gerichtsentscheidung hielt der Stiftungsrat an Florian Pronold fest. Am 10. März 2020 kündigte er nun an, den Stiftungsrat gebeten zu haben, ihn von seinem Amtsantritt zu entbinden mit der Begründung, dass er nach dreieinhalbmonatiger Karenzzeit seine Arbeit erst Mitte August 2020 hätte aufnehmen können und sich der Aufbau der Stiftung damit erheblich verzögere.

Derweil steht die Besetzung der Stellvertretenden Stiftungsdirektorin fest: Julia Rust von Krosigk wird sich um die Organisation, Finanzen und Personal in der Bundesstiftung Bauakademie kümmern. Sie habe langjährige Erfahrung im Kultur- und Veranstaltungsmanagement: Rust von Krosigk war zuletzt Direktorin des Me Collectors Room in Berlin und leitete seit 2009 das Berliner Ausstellungshaus der privaten Stiftung Olbricht, das vor allem zeitgenössische Kunst zeigt.

Florian Pronold (Foto: BMU/Xander Heinl)

Julia Rust von Krosigk (Foto: Harry Schnitger)

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